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und dich selber voll leben
Wie du vergangene Sachen ein für alle mal abschließt
Um frei zu sein, musst du loslassen können. Nähre nicht deinen alten Schmerz. Die Energie, die du brauchst, um an diesen alten Sachen hängenzubleiben, hält dich davon ab, dein neues Leben zu leben.
— Mary Manin Morrissey
Unabgeschlossene Dinge können dir viel Energie abziehen. Sie geistern in deinem Unterbewussten herum und halten immer einen kleinen Teil deiner mentalen Gehirnleistung beschäftigt.
Solche Dinge nennt man auch “offene Schleifen”. Du hast mit etwas innerlich noch nicht ganz abgeschlossen und jetzt geistert es dir ständig im Kopf herum.
Im dümmsten Fall belagern diese Dinge nicht nur deinen Kopf, sondern weil du mit ihnen auch noch negative Gefühle verbunden hast, ziehen sie dir ständig Energie ab.
Diese offenen Schleifen gilt es nun zu schließen.
Offene Schleifen
Es hat keinen Wert, sich immer wieder aufs Neue Gedanken über alte Karamellen zu machen. Das ist Zeitverschwendung und zieht einem nur wertvolle Lebensenergie ab. Besser ist es, sich seinen offenen Schleifen bewusst zu werden und sie dann gezielt zu schließen.
Manchmal mag man zwar das Gefühl haben, Fortschritte zu machen, wenn man ständig über die Dinge nachdenkt, aber in der Realität verändert sich deswegen noch lange nichts. Denn Veränderung findet nur dann statt, wenn du bewusst in Aktion trittst.
Nur über etwas nachzudenken ohne dann auch zu handeln hat noch nie jemanden weitergebracht.
Man denkt nach und denkt nach, verschwendet viel Zeit dabei und kommt doch nirgends an. Die offenen Schleifen sind trotz all der geistigen Anstrengung immer noch da und geistern dir auch weiterhin Tag für Tag in deinem Unterbewussten herum.
Nun, was tun?
Ganz einfach. Du musst dir deinen offenen Schleifen bewusst werden und sie dann ganz gezielt abschließen.
Der Mummel-Mann
Heute morgen war ich joggen und lief an einem Mann vorbei, der mich während dem Vorbeirennen anredete. Ich verstand nicht genau, was er zu mir sagte und mein Gehirn bildete sich dann ein, dass es irgendetwas in Richtung “..eine kleine Spende..” gewesen war. Da ich aber kein Geld dabei hatte, zuckte ich nur mit den Schultern und lief weiter.
Da ich mir aber nicht ganz sicher war, was er eigentlich gesagt hatte, beschäftigte mich diese Situation weiterhin. Nach 100 Metern dann, bin ich umgedreht und noch mal zu ihm zurückgelaufen, um der Sache auf den Grund zu gehen und sie innerlich abzuschließen.
Stellte sich heraus: er wollte nur wissen, wieviel Uhr es war. Ich hatte zwar keine Uhr dabei, fragte dann aber einen andern Passanten und der konnte es ihm sagen. Und so schloss ich diese offene Schleife, konnte mit der Situation abschließen und fühlte mich noch gut dabei.
Wäre ich nicht zurückgegangen, um die Sache abzuschließen, wäre sie mir vielleicht noch Stunden später im Kopf herumgegeistert und hätte mich beschäftigt. So konnte ich sie abschließen und sie gehen lassen.
Mit den Dingen abschließen
Wie sieht’s aus?
Hast du vielleicht selber ein paar offene Schleifen, die immerzu in deinem Kopf rumgeistern und dir Energie abziehen? Ja? Dann ist jetzt die Zeit gekommen, sie bewusst zu untersuchen um sie dann gezielt abzuschließen.
Vielleicht hast du noch mit jemandem “eine Rechnung” offen oder das Gefühl, jemand schuldet dir etwas? Vielleicht denkst du immer wieder an eine Person, weißt aber genau, dass diese Gedanken nutzlos sind und dich nicht weiterbringen? Vielleicht hegst du Groll gegen etwas oder jemand, obwohl die Sache schon längst vergangen ist? Vielleicht denkst du immer wieder: “Ich sollte eigentlich mal…”, tust es aber dann doch nie?
Dann schließe heute damit ab!
Mache dir nicht selber das Leben schwer. Schließe diese offenen Schleifen. Werde ihnen bewusst und dann bringe sie zu Ende.
Hier meine Methode, wie ich dabei vorgehe:
- Mach dir eine Liste
- Sortiere und priorisiere
- Schließe damit ab
Mach dir eine Liste von all den Dingen, die dir tagtäglich aufs Neue Energie abziehen. Bringe mehr Bewusstsein in dein Inneres und frage dich, welche Sachen dich immer wieder beschäftigen, ohne dass dabei spürbar etwas besser wird. Dabei musst du fokussiert arbeiten. Es bedarf manchmal einiger Anläufe, um diese Muster zu erkennen. Viele dieser Dinge laufen unterbewusst ab und es bedarf etwas Konzentration, um sie ans Tageslicht zu befördern.
Dann sortiere deine Liste. Markiere alle Dinge, die du selber lösen kannst, mit einem Stern. Markiere alle Dinge, über die du im Moment keine Kontrolle hast, mit einem “X”. Dann schreibe all die Dinge, über die du Kontrolle hast, all die offenen Schleifen, die du selber schließen kannst, auf eine neue Liste. Diese Liste wiederum, priorisierst du jetzt. Das heißt, du suchst dir die drei stärksten offenen Schleifen heraus, die dir am meisten Energie abziehen. Markiere diese.
Und jetzt kommt’s. Schließe bewusst die offenen Schleifen, die du selber schließen kannst. Wenn du Streit mit jemanden hattest und dir das ständig im Kopf rumgeht, dann geh auf die Person zu und spreche kurz mit ihr darüber. Schließ die Sache ab. Wenn dich jemand aufgeregt hat, dann ruf diese Person an und sag ihr, was dich gestört hat und dann schließ die Sache ab. Ein für alle Mal. All die Dinge, über die du keine Kontrolle hast, lässt du bewusst gehen. Sag dir selber: “Ich habe keine Kontrolle über diese Sache, ich kann selber nichts dagegen tun, also lasse ich sie bewusst gehen.” (Hierzu kann ich dir die Methode, die ich im Video “Schlechte Gefühle loslassen” im Komplettset beschrieben habe, nur wärmstens ans Herz legen.)
Schließ die Dinge ab.
Dadurch wirst du nicht nur deinen Kopf von all diesen alten Karamellen befreien, sondern auch einen gehörigen Batzen an frischer Lebensenergie freigeben.
Und davon kann man ja nie genug haben.



Endlosschlaufen in Sachen Liebe.
Ich glaube die schwierigsten Endlosschlaufen sind diejenigen der Liebe, weil man direkt mit der Eigenliebe konfrontiert wird.
Man wächst ja auch in Beziehungen, vielleicht entwächst man einer Beziehung, und die Entscheidung ist schwierig ob es die Beziehung wert ist.
Kann man den Partner in das nächste Eigenliebe-Level mitnehmen, oder soll man sich trennen, da es mich zu sehr in der eigen Entwicklung bremst.
Hmm ich würde mir gerne eine Antwort erhoffen, oder diese Frage aus der Endlosschleife nehmen. Aber dass kann nur ich.
Danke dir…
In diesem Zusammenhang kann ich sehr Osho’s Buch – Being in Love empfehlen. Findest du auf der Buch Seite.
Hallo Moritz, ich finds wirklich irre, dass du gerade wieder dieses Thema aufgreifst, es ist aktuell genau das, was mich beschäftigt.. Aber auch das ist nix neues, du erwischt komischerweise immer ziemlich gut meine “Lebensthemen”! Naja, lange Rede, ich schiebe schon seit langer Zeit jede Menge mentalen Unrat in meinem Hirn umeinander, zum Teil schon solche Berge, dass ich davon regelrecht krank wurde.. Gott sei Dank hab ich jetzt wieder einen Tritt in den Hintern bekommen aufzustehen und genau diese Dinge anzugehen!!! Also nochmals Danke Mo, keep going!
I will, only for you … aber nur, wenn du deinen Unrat im Hirn auch wirklich mal sortierst, priorisierst und dann auch tatsächlich bearbeitest.
Hallo Moritz,
das ist genau mein Thema,das hilft mir ziemlich weiter danke.:-)
Wow Moritz, wieder mal ein super guter Artikel.
Ist schon komisch wie das alles immer zutrifft auf meine jetztige Lebenssituation.
Bei mir dreht sich momentan alles…Die Gedanken kreisen immer um die selben Themen.
Es ist an der zeit daran was zu verändern und die offenen Schleifen zu schliessen.
Vielen herzlichen Dank für deine Tollen hilfreichen Beiträge!
Gruss Matthias
Bitte bitte!
Hey Moritz,
…passt mal wieder wie die Faust auf`s Auge.Ich habe gleich am Montag damit aufgeräumt, vor meinem Arbeitsbeginn.Und was soll ich sagen,mir geht es viel besser, auch mal die Luft rauszulassen.Ich denke es ist besser ,gleich die “Schleifen” zu schliessen.Man kann sich dann wirklich auf`s westentliche konzentrieren und nicht auf den “alten” Balast.Man muß nur über seinen Schatten springen.
Freue mich auf Deinen nächsten Blog und vielen Dank.
L.G. Sabine
Schleifen sollte man schließen, bevor sie zu Schleifen werden. Dinge, die man immer wieder aufschiebt, werden automatisch zu Schleifen. Darum: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen
Hi Moritz,
Ich habe Deine Seite hier erst jetzt entdeckt. Hat ein paar tolle Artikel drin, good job!
Ich hätte da aber eine Frage zum Thema Abschliessen: Ich litt jahrelang unter wirklich schlimmen Minderwertigkeitsgefühlen. Heute weiss ich zwar gut, wie sich gesundes Selbstbewusstsein anfühlt, aber ich rutsche trotzdem teilweise wieder in diese alten negativen Denkmuster hinein, vor allem dann, wenn ich mit total neuen Situationen und Menschen konfrontiert werde. Ich würde mich dann jeweils am liebsten verkriechen und nie wieder mit anderen kommunizieren müssen.
So komme ich einfach nicht weiter! Wie kann ich nur damit abschliessen!? Mit diesen Minderwertigkeitsgefühlen, meine ich?
Bitte um Rat! Please:P
Liebe Grüsse
Elvira
Wann immer diese Gefuehle aktiviert werden musst du dir bewusst werden und sie dir anschauen. Aha, ich fuehle mich wieder minderwertig. Aber warum? Welchen Grund gibt es dafuer? Dann finde Gegenargumente, warum dem heute nicht mehr so ist. Es geht also um Bewusstheit in diesen Situationen, denn sonst wirst du automatisch von deinen Gefuehlen runtergezogen und von ihnen beherrscht. Also: Uebe dich im bewusst-sein, jeden Tag und beobachte deine Gefuehle wann immer du dir ihnen bewusst wirst.
Guter Punkt!
Das Problem ist nur dieses “bewusst positiv denken”. Obwohl ich weiss, wie sinnlos und vor allem grundlos diese Gedanken/Emotionen jeweils sind, ist es unglaublich schwer, sie durch reines Bewusstsein und Gegenargumente loszuwerden… Es ist wie ein unbewusstes Programm. Mein ganzes Denken ist dann anders und auch wenn ich bewusst an andere Dinge denke, ziehen mich diese Gefühle derart runter, dass es dann doch nicht besser wird:(
Das ist diese Willens- und Glaubenssache: Wenn beide im Konflikt stehen, siegt der Glaube (also die Gefühle), weil sie im Unterbewusstsein verankert sind.
Würden Affirmationen hier nützen…?
Affirmationen können helfen, allerdings musst du das Grundproblem davor akzeptiert haben. Wenn du durch die Affirmationen nur etwas zu überdecken versuchst, wirst du nicht weit kommen. Bewusst zu bleiben und diese alten Muster zu ändern dauert etwas. Man muss jeden Tag ein kleines bisschen daran arbeiten. Besser man fängt heute damit an, als morgen
Motto …: “… dumm gelaufen…”
Freundschaft und Geld… da hilft man jemanden aus der Patsche und was ist das End vom Lied…. Anfang Sept 2012 hab ich dieser Person mal gründlich meine Meinung gesagt…. Seitdem herrscht “Funkstille”
Erst seit einigen Tagen beginne ich damit, diese Sache langsam mental zum Abschluß zu bringen. Es bringt mir doch nichts, wenn ich noch länger mit Wut an der Sache (nach-)hänge…
einen positiver Lerneffekt : “…Einmal und nie wieder…”
Micha
PS: Die 3-Punkte-Strategie von Dir Moritz ist für mich hilfreich – Danke
Richtig erkannt. Du selber bestimmst, wie lange du dich über Sachen aufregen willst. Lass es gehen und konzentriere dich wieder auf die Dinge, die dich weiterbringen und glücklich machen.