Wie du die Angst, Fehler zu machen, überwindest
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photo : #_Gwen_#
Selbstbewusstsein kommt nicht daher, immer richtig zu liegen, sondern daher, keine Angst zu haben auch mal daneben zu liegen.
— Peter T. Mcintyre
Weißt du warum die Entwicklung bei Kleinkindern so extrem rasant verläuft?
Weil sie einen Fehler nach dem anderen machen, daraus lernen und sich dadurch weiterentwickeln.
Sie kümmern sich keinen Cent darum, ob andere zusehen oder was andere wohl über sie denken.
Sie haben nur eins im Kopf, das nächste großartige Abenteuer anzupacken.
Sie schauen sich nicht drei Mal um, bevor sie etwas ausprobieren. Sie machen es einfach. Hinfallen, aufstehen, hinfallen, aufstehen. Immer wieder das gleiche Spiel. Bis es schlußendlich funktioniert.
Irgendwann dann, wenn wir älter werden, schleicht sich plötzlich die hemmende Furcht ein, vor anderen dumm dazustehen, wenn wir einen Fehler macht. Deshalb gehen wir lieber kein Risiko ein, verharren in unserer Komfortzone und agieren im gewohnten Rahmen.
Hauptsache niemand entdeckt uns dabei, wie wir hinfallen. Das wäre ja grausam.
Dabei ist es genau das, was dich weiter bringt.
Entwicklung heißt: Fehler machen und daraus lernen
Egal welchen erfolgreichen Menschen du fragst, sie werden dir alle das Gleiche erzählen.
Mache viele Fehler, lerne daraus, mach es nächstes mal besser und bleib dran.
Egal in welchem Bereich du dich verbessern willst, ob in deinen Beziehungen, deinem Job oder deiner Vortragskunst, du musst viel ausprobieren, oft hinfallen und einmal öfter wieder aufstehen.
Viele Leute glauben, dass es eine Scham ist, einen Fehler zu machen, besonders dann, wenn andere dabei zusehen. Dabei ist es genau das, was dich weiterbringt, woraus du lernst um es nächstes Mal besser machen zu können.
Fehler machen ist nicht das Gegenteil von Erfolg, sondern ein essentieller Bestandteil davon.
Ohne Fehler, kein Erfolg. Und sobald es dann mal funktioniert, erinnert sich eh kein Mensch mehr an deine Niederschläge.
Die Leute mit den größten Erfolgen machen gleichzeitig die meisten Fehler.
Jim Carey wurde in seinen jungen Jahren von der Bühne gebuht. Die Beatles spielten die ganze Woche lang mehrere Stunden am Tag in winzigen Clubs als Unterhaltungsband bevor sie richtig berühmt wurden. Wir haben heute die Glühbirne weil Thomas Edison selbst nach 10.000 fehlgeschlagenen Versuchen nicht aufgegeben hat, bis es irgendwann mal funktionierte.
Lass die Furcht los
Lass deine Furcht vor dem Versagen los. Sie nützt dir nichts und hält dich nur fest. Mach dir klar, dass es ohne Fehler keine Entwicklung geben kann und das jeder, der weiterkommen will im Leben, Fehler machen muss.
Was du dann natürlich wieder feststellen wirst ist, was schon Millionen von Menschen vor dir festgestellt haben: Fehler machen bringt dich nicht um.
Die Welt wird nicht untergehen und es wird sich nichts Grundlegendes verändern. Das ist nur die Angst derjenigen, die sich bisher noch nicht getraut haben, einen Fehler zu machen und dementsprechend noch nicht lernen konnten, das überhaupt nichts Schlimmes passieren kann.
Übrigens, wenn die anderen um dich herum in ihrer Komfortzone hocken bleiben und in 10 Jahren immer noch die gleichen sein wollen, dann lass sie. Aber lass dich nicht von ihnen beeinflussen.
Wenn du weiterkommen willst, dann musst du dein Leben in die eigene Hand nehmen und aktiv loslegen, ganz egal was sie davon halten.
Ich selber hatte sogar mal eine Periode, in der ich aktiv darauf aus war, Fehler zu machen. Jeden Tag wollte ich mindestens eine Sache verbocken. Ich bin in dieser Zeit so einige Male hingefallen und habe dabei vieles gelernt. Dieser Ansatz ist jedoch nur am Anfang empfehlenswert und nur für eine begrentzte Zeit. Denn sonst läufst du Gefahr, dir mit dieser Einstellung schon von Anfang an die Möglichkeit zu nehmen, dass es evtl. sogar auch funktionieren könnte.
Im letzten Jahr bin ich so oft auf die Schnauze gefallen, wie wohl noch nie zuvor in meinem Leben. Aber ich habe dabei ebensoviel gelernt und einen enormen Entwicklungssprung hingelegt.
Fehler anders wahrnehmen
Um dir die Angst vor möglichen Fehlschlägen zu nehmen, brauchst du eine neue Sichtweise, wie du Fehler betrachtest und mit ihnen umgehst.
Hier sind ein paar Tipps die dir helfen werden:
- Fehler sind wichtig. Fehler machen ist nicht das Gegenteil von Erfolg, sondern ein essentieller Teil davon. Du brauchst sie um überhaupt erst mal erfolgreich sein zu können. Du brauchst all diese Erfahrungen, damit du es schlussendlich richtig machen kannst.
- Du lernst. Du lernst mit jedem Mal mit dem du hinfällst eine wichtige Sache: Aha, so geht’s anscheinend nicht, dann probier ich es das nächste Mal eben anders. Ohne Fehler kein Lernen, ohne Lernen kein Wachstum.
- Du wirst stärker. Mit jedem Mal wo du hinfällst, wirst du stärker und selbstbewusster. Denn du weißt, du stehst wieder auf, du hast das schon mal erlebt, es ist nichts Schlimmes passiert und das Leben geht weiter. Je öfter du hinfällst, umso weniger macht es dir aus. Irgendwann baust du dir vielleicht sogar deine eigene kleine Realität, in der Fehler machen total normal ist und es dir überhaupt nichts mehr ausmacht, vor anderen hinzufallen.
- Deine Erfolgschancen steigen. Mit jedem Mal hinfallen erhöhst du die Chancen, dass es nächstes mal funktioniert. Du wirst immun gegenüber schlechten Gefühlen, die du mit dem Fehler machen assoziiert hast und probierst einfach weiter, bis es schlussendlich funktioniert.
Überleg dir auch mal an welche Fehler vom letzten Jahr du dich noch erinnern kannst und was sie dir jetzt noch bedeuten.
Was spielen diese Fehler jetzt noch für eine Rolle?
Was spielen sie überhaupt für eine Rolle in diesem EINEN Leben, das du nur EINMAL leben kannst? Sie sind eigentlich gar nicht der Rede wert…
Also merke dir: Die Welt geht nicht unter wenn du hinfällst. Zwei Wochen, ach was, zwei Tage später kräht schon kein Hahn mehr danach. Vielleicht denkst du gerade das Gegenteil, aber dann hast du einfach noch nicht genug Fehler gemacht, um diese neue Realität kennenzulernen.
Was deine Mitmenschen angeht, die haben so viel mit sich selber zu tun, denen ist es wirklich lang wie breit welche Fehler du machst oder wie oft du hinfällst. Die haben genug mit ihren eigenen Problemen und Ängsten zu tun und glauben doch selber ständig von allen und jedem beobachtet zu werden. So glaubt jeder, ständig von jedem beobachtet zu werden wo sich doch alle nur für sich selber interessieren.
Du kannst dir ja auch mal selber überlegen, wieviele Fehlschläge du dir von anderen merkst und wie stark du sie denen ankreidest. Wahrscheinlich gar nicht. Und genau so geht es den anderen mit deinen Fehlschlägen auch, sie sind ihnen egal.
Darum: Je früher du dich ans Fehler machen gewöhnst, desto besser.
Mache Fehler, so viel es geht, und lerne daraus.
Auf der Zitate Seite in der Rubrik “Fehler” gibts übrigens ein paar tolle Zitate dazu.


Verdammt guter Beitrag. Hut ab. Das Thema mit dem Fehlermachen ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Sachen beim Selbstbewusstsein.
Danke für dein Kompliment, das motiviert mich weiter zu schreiben!
wow,finde ich auch,dass dieser beitrag der hammer ist.
spricht mich persönlich stark an,weil ich immer alles perfekt machen will und mir selber alles verbaue,weil ich mir beim kleinsten fehler immer tierisch dumm vorkomme. dabei bin ich in solchen situationen die einzige,die das denkt.
ich will unbedingt anders an das fehlermachen rangehen,das ist zugleich aber unheimlich schwer,wenn man da so drin verbohrt ist wie ich (soll jetzt keine ausrede sein,einfach eine feststellung).
ich will es positiv betrachten,dass ich etwas immer und immer wieder versuche,auch wenn es nicht klappen sollte und mich selbst dafür loben,dass ich über meinen schatten springe und meine angst vor dem scheitern überwinde.
mann,das ist so ein langer weg dahin!
aber dein text motiviert mich,dran zu bleiben und beim umdenken nicht beim ersten scheitern es sein zu lassen,sondern weiter zu versuchen,mein denken zumzustellen
ich mag es,wie du schreibst,es klingt nicht wie pillepalle,aber auch nicht arrogant oder sowas.
fakten kombiniert mit einer hilfreichen hand “du bist nicht allein,doch stark genug alles zu schaffen,was du willst” – genau deshalb liebe ich deinen blog so sehr ^^
LG
Bekky
Vielen Dank fuer deinen Kommentar. Jep, der Weg ist lang und manchmal steinig, aber am Ende ultimativ belohnend! Ich wuensche dir weiterhin viel Mut zum Fehler machen! Es lohnt sich!
Ich liebe diesen Blog und lese schon länger mit. Die Beiträge regen mich immer wieder zum Nachdenken an und geben mir viel Inspiration im Alltag. Vielen Dank für Deine Arbeit, hoffentlich machst du noch lange weiter!
Hey Christian. Rueckmeldungen wie deine sind sehr aufbauend fuer mich. Dann weiss ich, dass ich das hier nicht nur fuer mich alleine schreibe sondern es wirklich ein paar Leuten da draussen hilft! Danke dafuer & Alles Gute!
Hi Moi!
Super Beitrag. Kommt für mich gerade Richtig!
Es hat mich sehr Motiviert weiter zu machen.
Lieben Dank!
Hej Steffi!
Schön zu hören. Viel Spass beim weiterlesen und weitermachen!
Moritz
Hallo Moi
ich finde deinen Beitrag auch Superklasse und ich selbst bin eher ein Mensch der die Fehler andere akzeptiert und versucht zu helfen auch ohne ewige Vorwürfe. Aber mal eine Frage: Was ist wenn mein Gegenüber einen von mir gemachten Fehler nicht akzeptieren kann und dann so tut als hätte ich den Fehler mit voller Absicht und absolutem Vorsatz gemacht. Was ist wenn der andere einen Fehler als absoluten Weltuntergang ansieht und sich mit Vorwürfen und Vorhaltungen wie man es hätte besser machen können nicht zurückhalten kann.
Liebe Grüße Mandy
hi mandy. versuch der person zu erklaeren, dass du diese wahl getroffen hast, weil du damals dachtest, dass es das beste sei. wenn diese person das nicht akzeptieren kann und weiter auf dir rumhackt, dann verbreitet sie damit absichtlich ihre schlechte laune. das kannst du natuerlich nicht hinnehmen. sprich das an und sag ihr, dass dich das stoert und sie damit aufhoeren soll. wenn sie dann immer noch weiter macht: entferne diese person aus deinem leben. alles liebe, moritz
Hallo Moi,
ich finde deinen Blog klasse. Ich habe nun seit etwa einem halben Jahr meinen Fehler erkannt. Ich traue mich nicht Fehler zu machen. Das liegt wohl an der Erziehung meines Vaters. Wie auch andere hier beschreiben, meine ich so gut zu sein, keine Fehler zu machen und fühle mich in meiner Entwicklung regelrecht gehemmt. Dies bereitet mir nun zunehmend mehr Probleme. Ich traue mich kaum in meinem Studium etwas zu schreiben, da es für mich immer perfekt sein muss. Wenn es nicht perfekt ist, was da steht wird es gelöscht. So komme ich oft in Zeitnot und meine Studienarbeiten werden nicht fertig. Nun versuche ich mich oft zu zwingen einfach drauf los zu schreiben, aber das ist gar nicht so leicht.
Auch in anderen Situationen merke ich meine Angst vorm Fehler machen. Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, war ich ein sehr kommunikatives Kind, welches ständig auf Leute zugegangen ist und damit kein Problem hatte. Ich versuche für mich gerade selbst heraus zu finden, wann es bei mir begann mit der Angst vor den Fehlern…
Bei Spielen merke ich oft, dass ich nicht verlieren kann. So wie man es umgangssprachlich sagt.”Eh, der kann nicht verlieren.” Wenn ich in mich gehe, muss ich zugeben, dass das stimmt.
Schlussendlich hat mich dein Blog auch sehr motiviert und ich möchte nichts mehr an mir arbeiten und mir meine Lebensqualität zurück holen, d.h. wieder ohne Angst Fehler machen, auf Leute zugehen und selbstbewusst sein. Wenn du noch ein paar Tipps hast wäre das super. Ansonsten, liebe Grüße. Oliver.
hi oliver!
bewusstsein ist der erste schritt. du hast das, was dich zurückhält ja schon erkannt. jetzt kannst du also loslegen und daran arbeiten.
tja, das mit dem perfektionismus. da hilft nur eins: mache viele unperfekte sachen und du wirst sehen, es ist alles halb so schlimm. schreibe einfach drauf los, mache fehler, mache bewusst fehler und du wirst feststellen, dass es überhaupt kein problem ist, nicht perfekt zu sein.
alles beste dir,
moritz
Hey Moritz,
möchte hier einfach ein dickes Kompliment da lassen.
Verfolge deinen Blog jetzt schon seit ein paar Monaten und deine Texte helfen mir wirklich enorm und ich hab ständig diese Aha- Momente in denen ich mir denke, hättest du das schon vorher gewusst wäre es für dich selbst
sehr viel einfacher gewesen.
Danke dafür.
Hej Sarah. Das freut mich sehr! Auf dass es noch viele weitere Aha-Momente geben wird
Mir gefällt der Blog auch sehr! Sehr auffbauend wie ich finde! Großes kompliment! Danke, dass du das hier machst
!!
Hallo Moritz,
großes Kompliment für die Videos und Blogeinträge. Habe schon einiges gelesen, hat mir aber bisher nicht wirklich weitergeholfen. Das Thema Fehler und Rückschläge ist total interessant. Das hat mir enorm geholfen. Vielen Dank und weiter so !!!
Hej Susanne. Danke für dein Feedback und deinen netten Kommentar. Freut mich sehr, dass dir meine Beiträge weiterhelfen.
Hey Moritz,
ich finde die Arbeit, die du dir mit den ganzen Selbstbewusstseinprogramm mit den Videos und den zahlreichen Artikeln gemacht hast, großartig. Ich denke, dass bestimmt eine große Anzahl von Menschen solche Seiten brauchen und auch sicherlich Nutzen daraus ziehen werden. Ich finde das ganze einfach auch sehr interessant, wie du über die verschiedenen Dinge denkst. Auf jeden Fall herzlichen Dank! Mir hat es erkennbar auch geholfen, an meinen Problemen zu arbeiten und mein Selbstbewusstsein zu verbessern! Sehr empfehlenswerte Website eigentlich für alle, denn niemand ist perfekt. Jeder kann sich noch verbessern!
Hi Alexander. Vielen Dank für dein Feedback. Das freut mich sehr. Viel Spaß weiterhin auf meinen Seiten … und… natürlich darf man diese Seite gerne Freunden/Bekannten/Verwandten/Nachbarn etc. weiterempfehlen
Hallo, auch ich finde Deine Ratschläge sehr hilfreich. Ich bin schon einiges älter als Du, bin jedoch in einer neuen Arbeitssituation und schwitze Blut und Wasser vor Kunden. Am liebsten möcht man abhauen. Deine Seite relativiert alles und ich sehe, daß es ja wie bei der Einschulung ist.
Erst schüchtern, unsicher ,an der Tafel kommplette Gehirnaufweichung. Aber das legt sich ja tatsächlich. Danke sehr!
Hallo Moritz,
wie immer interessante Gedanken. Mir fehlt hier der Grund, der Treiber der Angst. Die Angst, Fehler zu machen, resultiert ja aus einem Perfektionszwang heraus. Und der darf nicht unterbrochen werden, weil sonst die Zuwendung z. B. von der Mutter ausbleibt. Nämlich: Nicht gemeckert ist genug gelobt. DAS LOB KOMMT EINFACH NICHT. ES WIRD NIE GUT GENUG SEIN. Sitzt so schön tief in der Kindheit und gräbt sich durch’s Leben.
Da drauf zu kommen und innerlich auf das Lob zu verzichten, weil ich, so wie ich bin, gut (genug) bin. Puhhhh. Auch wenn 40 Jahre des Hoffens sich gerade in Wohlgefallen auflösen, tut diese Erkenntnis gut und befreit. Verknüpft sich meiner Meinung nach dann wieder mit dem Selbstwert. Voilà
Viele Grüße
Uli