Psychotherapie

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Psychotherapie
11. Dezember 2012
17:44
Mitglied
Forum Posts: 90
Member Since:
15. Oktober 2011
Offline

Hallo allerseits,

 

ich bin gerade ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigt, eine Psychotherapie auszuprobieren. Ich schiebe diese Idee seit zwei Jahren vor mich her und bin mir immer noch nicht sicher, ob ich da wirklich etwas verloren habe.

Bei mir würde es im Wesentlichen um meine Einsamkeit, mein extremes Aufschiebeverhalten und meine Unsicherheit im Umgang mit nicht allzu vertrauten Menschen gehen.

Wenn ich mir dagegen die Probleme von anderen Menschen ansehe, dann geht es um Alkoholprobleme, Vergewaltigung, Selbstverstümmelung usw. Im Vergleich sind meine Probleme wirklich Peanuts. Ich will mich dort ja auch nicht lächerlich machen. 

Zudem geht es mir dann auch oft so, dass ich mir denke, dass ich so etwas ja überhaupt nicht nötig habe. Was sollen denn meine Familie und meine Freunde denken und was ist, wenn das Personen erfahren, die solche persönlichen Dinge eigentlich nicht zu wissen brauchen. Wie steh ich denn dann da ... usw.

 

Hat denn jemand von euch auch eine Therapie ausprobiert und kann mal etwas aus dem Nähkästchen erzählen? Ich möchte nichts Persönliches wissen, sondern einfach nur, wie ihr euch dort gefühlt habt, ob es geholfen hat und ob das Ergebnis auch bis heute anhält. Wenn ihr wollt, könnt ihr im Groben erzählen, warum ihr dort ward, damit ich es für mich besser einschätzen kann. Denn darum geht es mir eigentlich im Wesentlichen.

11. Dezember 2012
21:21
Mitglied
Forum Posts: 42
Member Since:
11. September 2011
Offline

Über eine Therapie kann ich dir leider nicht viel erzählen. Allerdings dachte ich selber schon ab und an daran "professionelle Hilfe" in Anspruch zu nehmen. Wenn du professionelle Hilfe suchst, dann hast du mehrere Möglichkeiten. D.h. du kannst z.B. erstmal zum Hausarzt und von dem aus dann mit ner Überweisung zum Psychiater oder du suchst dir einen Psychologen in deiner Nähe, es gibt natürlich auch andere "Helfer" ( Nebenamtlich, Supervision, ... ). Ob jetzt ein Psychiater oder Psychologe besser ist ( Unterschied Studium - kann Arzneien verschreiben ) kann ich jetzt nicht sagen. Ich weiss nur das es wohl bei einigen ziemliche Wartezeiten geben soll. Evtl. würde dir auch zuerst mal ein Termin reichen in dem du mit dem Psychiater oder Psychologen das Ganze besprichst.

 

Sorry das ich dir nicht mehr dazu sagen kann bzgl. Ablauf/Gefühle bei einer Therapie.  

13. Januar 2013
12:14
Neues Mitglied
Forum Posts: 1
Member Since:
13. Januar 2013
Offline

hallo,

ist leider schon einen Monat her, dass du geschrieben hast deshalb weiss ich nicht ob du bereits einen Therapie begonnen hast. Habe selbst schon mal über eine Therapie nachgedacht weil ich unter starken Depressionen litt. Habe sie aber nicht gemacht, weil ich dann herausgefunden hatte dass die Depressionen Nebenwirkungen eines Medikamtes waren.

Hab aber eine Freundin die eine Therapie macht. Sie hat ziemliche Pobleme mit ihren Eltern, soviel ich weiss. Man kann sich vom Hausarzt überweisen lassen. Bei solchen Problemen,wie du sie beschreibst wird meistens eine Verhaltenstherapie gemacht, die die meisten Krankenkassen übernehemen.

Ist doch egal was Freunde und Familie denken. Außerdem muss man es ja nicht jedem erzählen, oder? Hätte ich auch nicht getan.

Ich finde aber nicht das Einsamkeit, Aufschiebeverhalten und Unsicherheit im Umgang mit anderen Menschen gleich ein Grund sind, um zum Psychologen zu gehen. Was hast du denn selbst schon dagegen getan??? ich konnte früher auch nicht mit fremden sprechen und habe viel in den tag hineingelebt und alles vor mir hergeschoben. Das kann man aber ganz gut in den Griff bekommen.

17. Januar 2013
20:56
Mitglied
Forum Posts: 90
Member Since:
15. Oktober 2011
Offline

Danke für eure Antworten!

Wie man zu einer Therapie kommt und wie der Vorgang ist, weiß ich mittlerweile. Im Internet werden einem wirklich gute Informationen angeboten.

Ich bin mir aber jetzt sehr sicher, eine Therapie anzufangen. Werde jedoch noch bis zum Sommer warten, da eventuell ein Umzug bevorsteht und ich bis dahin auch ab und an ins Ausland muss. Wenn ich eine Therapie beginne, will ich die auch ohne Unterbrechungen durchziehen.

Ich habe seit Jahren keine Bezugspersonen in meiner Studienstadt, hatte in meinem Alter noch keinen intimen Kontakt mit dem anderen Geschlecht, geschweige denn eine Beziehung und mein Studium läuft alles andere als rosig. Nicht weil die Leistung fehlt, sondern weil ich einfach meinen Hintern aufgrund von Versagensängsten nicht hochbekomme. Das will ich und muss sich ändern!

(Puh, bin ich froh, dass das Internet so anonym ist ... 😀 )

24. Januar 2013
16:47
Neues Mitglied
Forum Posts: 2
Member Since:
18. Januar 2013
Offline

Hallo Clemetine,

ich habe bereits zweimal eine Psychotherapie gemacht. Einmal im Alter von 14-15 Jahre und einmal als ich 20-22 Jahre alt war.

Generell ist es normal solche Zweifel zu haben, bevor man sich entschließt eine Therapie zu machen. Das ging mir so und allen anderen die ich kenne auch. Schließlich wirst du dich dort einer fremden Person anvertrauen und mit ihr über deine Probleme (also etwas sehr intimes) sprechen.

Deswegen lass dir auch gesagt sein, es kann sein, dass du merkst (vllt schon am Anfang, oder auch erst später) dass du aus irgendeinem Grund kein Vertrauensverhältnis zu ihr aufbauen kannst. Das ist ok! Spreche das offen an und wechsle ggf. den Therapeuten/Therapeutin wenn ihr keine Lösung findet. Mach nicht den Fehler, dass du glaubst dort bleiben zu müssen und den Therapeuten anfängst zu belügen. Ab dem Zeitpunkt hat die Therapie keinen Sinn mehr. Abgesehen davon, dass es dir wurscht sein kann, was der Therapeut denkt, er wird dir das nicht übel nehmen. Soetwas ist für sie Alltag. Und ihnen ist das auch lieber, als einen Patienten, dem sie nicht helfen können, weil er nicht ehrlich ist.

Überlege dir vllt auch ob du generell lieber zu einer Frau oder einem Mann möchtest.

Wenn du dich auf die Therapie voll einlässt kann sie ganz klar erfolgreich sein! Sei ehrlich zu dem Therapeuten, damit tust du dir einen riesen Gefallen, auch wenn du vllt mal nicht seiner Meinung bist: Sprich es aus! Ein Therapeut macht dir Angebote, schlägt dir Dinge vor, gibt dir Tipps, versucht dir mit seinem erworbenen Wissen zu helfen. Manche Sachen passen dir aber vllt nicht und das ist ok. Wenn das Verhältnis dementsprechend ehrlich und vertrauensvoll ist wird sie dir bestimmt weiter helfen!

Wenn du weißt, ob du nun umziehst oder nicht gehe das am besten gleich an, je nachdem wo du wohnst wirst du erstmal 50 Therapeuten anrufen müssen um überhaupt einen Termin zu bekommen und dann ggf. 3 Monate auf das erste Gespräch warten müssen. Will dir da nicht den Mut nehmen, man muss es einfach nur rechtzeitig in Angriff nehmen, dann klappts auch.

 

Was deine Bedenken angehen, dass deine Probleme dir als nicht zu große Probleme erscheinen, als dass sie Hilfe bedürfen möchte ich dir sagen, auch ich habe das am Anfang gedacht und gezögert. Aber wenn du hier auf Moritz´s Seite schon einiges gelesen hast, wird sich deine Einstellung dahingehend evtl. schon geändert haben. Nichts ist wichtiger als du selbst. Wenn du dich und deine Probleme nicht ernst nimmst, wie soll dich dann jemals jemand ernst nehmen? (in Bezug auf deine Familie) Abgesehen davon, musst du deiner Familie ja nicht davon erzählen, wenn du nicht willst. Vllt ist das sogar besser, weil sie dich so nicht beeinflussen können.

Natürlich passieren jeden Tag auf der Welt schlimme Dinge. Menschen stoßen Sachen zu, wie du sagst Vergewaltigungen, körperliche Gewalt, Mobbing, Unfälle..... waah! Über diese Menschen mach dir bitte erst Gedanken, wenn du deine Probleme im Griff hast. Vergleiche dich nicht mit anderen, egal ob es um etwas "positives" wie Erfolg im Beruf, oder etwas "negatives" geht, so in der Art wem ist das schlimmere zugestoßen? Wer hat es besonders oder zuerst "verdient" vom Psychologen Hilfe zu bekommen? Vergiss diesen Gedanken bitte! Kümmer dich jetzt um dich. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und die kann man nicht vergleichen.Ein Zitat von Kafka:

 

"Wenn du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt du dann von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von deinen. Und wenn ich mich vor dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüßtest du von mir mehr als von der Hölle, wenn dir jemand sagt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich stehen, wie vor dem Eingang zur Hölle. "

 

Wenn du leidest, leidest du. Punkt. Egal ob es um einen abgebrochenen Fingernagel geht, oder darum, dass du einen Flugzeugabsturz überlebt hast. Dir darf es nicht gut gehen und du darfst dir Hilfe holen.

Schön, dass du dich entschieden hast, eine Therapie zu machen. Probier es aus, es gibt nichts Gutes, ausser man tut es 😉

 

Viele, liebe Grüße!

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