Dennis' Logbuch

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Dennis' Logbuch
2. Dezember 2012
01:43
Neues Mitglied
Forum Posts: 1
Member Since:
2. Dezember 2012
Offline

Hallo,

ich heiße Dennis, bin 20 Jahre alt und wohne in Norddeutschland. 

 

Das hier ist eine E-Mail, die ursprünglich an Moritz verfasst werden sollte. Ich entschloss mich dazu, den Inhalt der E-Mail öffentlich ins Forum zu stellen, damit sich auch andere Leute ein (positives) Bild darüber machen können, was Moritz mit seinem Blog leistet. Dank Moritz' Methoden schaffte ich es, persönliche Probleme zu beseitigen, mit denen ich bereits seit meiner Kindheit zu kämpfen habe. Ich möchte mich jedenfalls nochmals bei Moritz dafür bedanken!

 

[Ab hier die E-Mail]

 

Hallo Moritz,

 

ich entdeckte dein Blog vor über 3 Monaten. Mein Ziel war es, mein Selbstbewusstsein zu stärken. Ich probierte Methoden aus, las Blogs und Bücher usw. und das schon bereits seit über einem Jahr. Irgendwann ist man ja ziemlich kritisch gegenüber alles und jeden, der einen erzählt "In X Tagen dein Selbstbewusstsein stärken!" Doch dann kam ich irgendwann auf deinen 7-tägigen Videoblog... Natürlich war ich auch dem gegenüber kritisch, aber hey... 15 Minuten am Tag um sich ein Video anzusehen und das 7 Tage lang und möglicherweise dabei etwas lernen? Das ist, wie ich es aus einem Film habe: "Besser, als Pommes aus der Mülltonne." Also tat ich es, gab deiner Seite meine E-Mail-Adresse und sah mir die Videos an und später auch so ziemlich jeden Blog-Eintrag, den du mir schicktest. Aber noch mal zum Problem mit meinem Selbstbewusstsein. Ich denke, wenn du daraus irgendwelche Schlüsse ziehen möchtest, dann ist ein etwas konkreterer Zusammenhang wichtig, da man schließlich die Fakten zumindest ansatzweise kennen muss, um ein Mysterium zu verstehen.

 

Als Kind wurde mir, vor allem mütterlicher Seite, immer gepredigt, dass man sich in der Öffentlichkeit nicht "falsch" verhalten sollte, wenn du verstehst, was ich meine. Also kurz gesagt: Keine fremden Leute in die Augen schauen, geschweige sie anzusprechen, keine Gefühle zum Ausdruck bringen und die sonstigen Normen, die übervorsichtige Mütter aufstellen, damit einem Nichts passiert oder man ein "schlechter" Mensch wird. Dann die Schulzeit, in der ich übergewichtig, ein totaler Fantasy/Science-Fiction-Nerd war, verbunden mit Mobbing-Geschichten, die teilweise sanft, teilweise echt heftig waren, aber du kannst es dir denken. Hinzu kam, dass meine Familie aus Polen kommt (ich selbst bin in Deutschland geboren), was unangenehme Auswirkungen haben kann, wenn man in einen 1000 Einwohner Dorf lebt, wovon die Hälfte Senioren sind. Keine nette Mischung jedenfalls! Als ich 15 wurde, fing ich mit den Online-Games an, fand da zum ersten Mal Anerkennung und fühlte mich richtig wohl, wenn ich in die Rolle meines Charakters schlüpfte. Ich traf mich sogar mit einigen von denen, als ich 16 war. Die Mehrheit der Leute kam aus, nennen wir es einfach Burghausen, was wichtig für den restlichen Verlauf der Geschichte ist. Das erste Treffen auf einer Geburtstagsparty von einen dieser Leute, die Party fand in Aachen statt, also ca. eine Stunde Autofahrt von mir bis dahin, schlug leider fehl, weil meine Mutter nicht wollte, dass ich zu "Fremden" fahre, weil sie und das war, ihre Wortwahl, Menschenesser sein könnten. Nun gut, ich kann nicht nachvollziehen, wie es ist, sich um sein Kind Sorgen zu machen, daher sehe ich ein, dass ich nur aus meiner Sichtweise sprechen kann. Dennoch gelang es mir dafür zu sorgen, dass zumindest sie mich besuchen dürften. So wurde es aus einem Treffen, innerhalb von 2 Jahren, mehrere. Die meisten fanden sogar in Burghausen statt.

Nun musst du über den Hintergrund Bescheid wissen, dass meine Mutter, seitdem ich 1 Jahr alt bin, ein Alkoholproblem hat und mein Vater jedes Mal aus Verzweiflung mit körperlicher Gewalt dagegen angeht. Es gehört halt zur traditionellen, polnischen Erziehungsmethode, die ich und meine beiden Brüder auch über uns ergehen lassen mussten. Bei uns hörte das aber so ca. ab der 5ten Klasse auf. Weihnachten 2009 war es dann jedenfalls soweit, dass meine Mutter wieder betrunken im Wohnzimmer saß und die Familie ohne sie feiern musste. Da reichte es mir endgültig und ich fasste einen Beschluss. Auszuziehen!

Wie ich bereits erwähnte, kannte ich durch dieses Online-Spiel Leute in Burghausen und eine davon (der ich heute sehr dankbar bin!) erzählte mir von einer Schule in Burghausen, die einen Lehrgang in meinem Fachbereich anbot. Du verstehst vermutlich schon den Zusammenhang. 6 Monate später, nach 12 Jahren in der Eifel, zog ich im Sommer nach Burghausen in eine 6er-WG mit völlig Fremden. Zwischendurch musste ich mir von meinen Eltern anhören lassen: "Du kannst doch nicht, die Familie in stich lassen! Wenn du verheiratet bist, dann kannst du ausziehen und wir kommen dich besuchen!" oder "Bleib doch bitte hier..." Aber ich war fest entschlossen und als ich dann da alleine in meinem 10 qm großen WG-Zimmer stand, war es der erste Moment in meinem Leben, an dem ich wusste, dass ich wirklich frei bin, es niemanden gibt, der mir Befehle erteilen kann. Ich war glücklich.

An die WG passte ich mich wirklich gut an und ich fand dadurch neue Freunde (im richtigen Leben!). Wie es die Ironie so gerne hat, unternahm ich kaum etwas mit meinen Freunden aus besagtem Online-Spiel (irgendwann hörte ich sogar ohne große Probleme damit auf). Nun war da, wie es nun so schön ist, diese Freundin von einem Mitbewohner. Ich nenne sie im weiteren Verlauf Julia. Da ich den Großteil meines Lebens nach der Pfeife der Anderen tanzte, wurde ich auch in der WG rückfällig und "unterwarf" mich öfters der Meinung der Anderen. Ich versuchte mich auch äußerlich oder bei Unternehmungen den anderen anzupassen, weil ich das Gefühl hatte, dass das der "richtige" Weg sei. Nun, wie du jetzt interpretieren könntest, war ich zu dem Zeitpunkt wirklich unselbstbewusst! Den Großteil meiner Zeit verbrachte ich mit Julia und ihren Freund, aber mir ging es einfach darum, bei Julia zu sein, weil sie etwas so Fürsorgliches hatte, das mich so anzog. Jedenfalls verliebte ich mich in sie. 1 1/2 nach meinem Einzug in die WG trennte sie sich mit ihrem Freund und so verblieben nur noch ich, sie und ihre Freundinnen. Seitdem ich hier wohne, bin ich mehr der Typ, der sich in andere Leute Freundeskreise begibt. Unter Drohung, dass sie mit mir nichts mehr unternehmen könnte, wenn ich nicht etwas mit ihrem Ex-Freund mache. Wie gesagt, nur sie war für mich wichtig und ich hatte Angst, dass wir nichts mehr miteinander zu tun haben könnten. Außerdem hatte ich Angst, einsam zu sein, weil ich das sonst kaum jemanden hatte. Dann kam der Zeitpunkt, als ich auf deinem Blog traf... 

Vor ca. einen Monat erzählte ich Julia, was ich wirklich für sie empfand. Diese Offenbarung kostete mich die Freundschaft zu Julia sowie zu ihrem Freundeskreis. Seitdem ist es so, als wäre ich von einer großen Last befreit. Es ist nicht einfach, aber je mehr ich dir hier gerade schreibe und dadurch selbst reflektiere, desto besser fühle ich mich gerade, welchen Fortschritt ich machte. Es gibt noch Stellen, bei denen ich an mir arbeiten muss, aber mein Ziel, selbstbewusst zu werden, habe ich zu einem großen Teil erreicht!

 

Nun, ich habe im Verlauf selbst erkannt, wie ich mich wohler bzw. selbstbewusster fühle, jedenfalls teilweise. Dennoch sind deine Methoden, die du den Leuten zeigst, einfach unentbehrlich! Dadurch schaffte ich mir erst z. B. das Selbstbewusstsein an, womit ich dann Julia die Wahrheit erzählen konnte und mir den Mut zu vielen anderen Dingen fasste! Ich benutze deine Methoden wie Werkzeuge, die ich in meinem "Werkzeugkasten" aufbewahre, um mich, in welcher Situation auch immer, besser und wohler zu fühlen. Vor allem aber SELBSTBEWUSSTER! Aber das hängt ja alles miteinander zusammen. Was ich noch an deinen Blog-Einträgen bewundere, ist, dass sie auch (wenn auch mal indirekt) Hintergrundwissen vermittelt, womit man selbst kreativ arbeiten kann, um schlussendlich sein Selbstbewusstsein zu stärken. Außerdem hat man öfters das Gefühl, wenn man deinen Blog liest, "Hey, da gibt es welche, denen es genau so geht wie mir!", wenn du Dinge aus dem Alltag erzählst. Jedenfalls schaffte ich durch dein Wissen in kurzer Zeit das, woran ich schon so lange arbeite! Mein Selbstbewusstsein zu stärken!

Inzwischen bin ich in der Lage Frauen anzusprechen bzw. nicht nach 5 Sekunden einfach wegzulaufen (woran sehr viele gescheitert sind, mich dazu zu bringen!), meine eigene Meinung auszudrücken, mich in meiner Haut wohlzufühlen, alleine etwas zu unternehmen und mehr denn je, die Dinge anzupacken, die mir selbst wirklich wichtig sind uvm.

 

Am meisten verhalf mir: 

- Dein Videokurs, den man bei der Eingabe seines Vornamen und E-Mail-Adresse erhält. Vor allem als eine Art "Grundübung", um sich darüber bewusst zu werden, was überhaupt Selbstbewusstsein ist und einfach, aber effektive Methoden anzuwenden.

- Dann deine Tipps, wie z. B. den Leuten in die Augen zu schauen und abzuwarten, bis die weggucken (man macht das spaß!) oder sich Dinge aufzuschreiben, die man an sich mag und sich diese öfters laut vorzulesen. Ich benutze dafür Post-Its, die ich überall in meiner Wohnung hängen habe, und fühle mich dann beim Vorbeigehen bzw. Lesen einfach besser!

- Wie man mit seinen Emotionen umgeht, wenn sie drohen, einen zu überrumpeln und wie man dabei zu seinem Zentrum zurückgeht.

 

Ich weiß nicht, was ich dir dafür zurückgeben kann, dass du dieses Wissen teilst, aber ich sage einfach danke sehr! 

 

[Ende der E-Mail]

 

Kleiner Nachtrag: Um die Methoden, die Moritz und andere vorstellen, anzuwenden und um damit Erfolg zu haben, ist es sehr, sehr wichtig, dass man ein Ziel vor Augen hat, was man erreichen möchte und man es auch wirklich will! So ist jedenfalls meine Erfahrung mit dem Umgang mit Moritz' Methoden.

 

_______________________________________________________________________________________________

 

Ich habe das Logbuch-Forum gerade eben erst entdeckt und bin inzwischen vom Schreiben müde (warum denn bloß?). Ich werde nachher noch nachtragen, was ich mir momentan für Ziele setze und was eigentlich mein Hauptziel ist.

 

Ich wünsche allen noch eine gute Nacht!

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