Sarah's Logbuch

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Sarah's Logbuch
2. Mai 2012
12:18
Mitglied
Forum Posts: 7
Member Since:
16. April 2012
Offline

Hallo zusammen

 

Das probier ich doch auch mal aus, das mit dem Logbuch. Zuerst mal, stelle ich mich euch vor: Ich bin Sarah, bin 28 Jahre alt. Ich wohne in der Schweiz, genauer gesagt, im wunderschönen Bern. Ich bin im Seeland (das ist in der Nähe von Bern) aufgewachsen. Arbeiten tue ich in Luzern. Das ist eine Zugstunde von Bern entfernt. Ich bin seit 1.5 Jahren in einer Beziehung.

Er ist auf der einen Seite super und passt perfekt zu mir, auf der anderen Seite erinnert er mich immer wieder daran, wie unzufrieden ich mit meinem Leben bin und was ich alles ändern möchte… Vielleicht ist das nicht ein Gegensatz sondern die logische Folge… Er passt genau deshalb so gut zu mir, weil er mich darauf hinweist und ich mich ändern möchte.

Wie macht er das? Er lebt sein Leben. Er macht, was er will. Er schert sich nicht darum, was andere denken. Sprich: Er hat ein gesundes Selbstbewusstsein.

Er bringt mich dazu, mich meinen Ängsten zu stellen und schont mich nicht davor… Er ist eine super Chance und Herausforderung. Manchmal bin ich aber auch überfordert. Da er einfach seinen Hobbies nachgeht und ich aufpassen muss, dass ich nicht mein ganzes Programm nach ihm ausrichte, und für ihn immer abrufbereit bin.

Das Absurde an der Situation ist, dass es nicht mal so ist, dass wir eine einseitige Beziehung führe (Ich nur gebe und er nur nimmt). Nein, ich erkenne, dass er mich gern hat, für mich auch Zeit hat und sich auch welche nimmt. Dass er sich freut, wenn er mich sieht. Er geht auf mich ein und nimmt Sachen auf, welche mich stören und ich ihm sage. Das erkenne ich, nur, sobald er sich mal nicht meldet, keine Zeit hat für mich etc. dann habe ich schon das Gefühl, er verlässt mich.

Es ist schön und anstrengend mit ihm zusammenzusein, weil er manchmal einfach macht, was er will und mich nicht so einbindet, wie ich das mit meinem Sicherheitsbedürfnis gern hätte und wie ich es mir auch von Exfreunden gewohnt bin. Das Handtuch habe ich noch nicht geschmissen, weil ich erkannt habe, dass es nicht nur an ihm liegt, sondern auch an mir. Wenn ich mich meinen Verlustängsten nicht stelle und die Situation einfach verlasse, werde ich in der nächsten Beziehung wieder dieselben Probleme haben.

Darum meine Ziele:

- Mich akzeptieren

- Mich nicht mehr vergleichen

- Meine Bedürfnisse erkennen und befriedigen

 

-> Selbstbewusster werden

 

Mit diesen Zielen gehe ich in den Mittag und wünsche euch einen guten Appetit.

2. Mai 2012
15:15
Mitglied
Forum Posts: 78
Member Since:
11. September 2011
Offline

Willkommen Sarah,

ich hoffe du hast Erfolg mit deinen Zielen. Allerdings hörst du dich so an, als ob du davon überzeugt bist, dass diese Beziehung irgendwann zu Ende geht. Das solltest du nicht tun. Du solltest nichts als selbstverständlich ansehen, aber das beinhaltet nicht den Gedanken an ein bestimmtes Ende.

Das Problem, was du beschreibst hab ich auch. Allerdings ist mein Freund auch ein totaler Angsthase^^Durch die Beziehung mit ihm bin ich trotzdem sehr viel selbstbewusster geworden und ich habe in den Punkten, in denen du dich auch verbessern willst, einiges getan. Einen Tipp von mir, behalte den Wunsch der Änderung bei und beende die Beziehung nicht. Vielleicht solltest du darüber auch mit deinem Freund reden, also sagen, dass du etwas ändern willst und er das verstehen soll, wenn du beim "Ausprobieren" auch mal etwas komisch werden kannst.

Wenn du bei deinem Wunsch bleibst, wird es auf Dauer auf jeden Fall etwas. Die Zeit bekommst du dadurch, dass die Beziehung bestehen bleibt.

 

MfG

Kiko

Lebe DEIN Leben, denn du bist die Hauptfigur deines Films und nicht nur die Nebenrolle in dem Film eines anderen.
3. Mai 2012
09:38
Mitglied
Forum Posts: 7
Member Since:
16. April 2012
Offline

Hallo Kiko

 

Vielen Dank für deine Antwort. Nein, ich denke nicht daran, Schluss zu machen. Aber ja, ich habe Angst, dass meine persönlichen Ziele die Beziehung negativ beeinflussen und dass ich schlussendlich zum Schluss komme, dass es andere Personen gibt, welche mir besser zu mir passen.

Aber so wie viele Ängste sind, basieren sie nicht auf Tatsachen sondern auf Glaubenssätzen und Annahmen. Mein Glaubenssatz: Wenn ich mich mehr ins Zentrum meines Lebens stelle, bin ich eine schlechte Freundin, Kollegin, Tochter und es verlassen mich alle und ich bin allein.

Er weisses, ich bin offen zu ihm, was dieser Punkt angelangt. Und er reagiert gut darauf, er sagt mir, mach, was du machen musst. Nimm dir die Zeit, welche du brauchst. Auch hier fordert er mich eigentlich auf, mich meinen Ängsten zu stellen. Mein Kopf sagt, super, nutze die Chance und mein Herz sagt, aber nein, warum gibt er mir überhaupt diesen Freiraum, hat er mich nicht gerne?

Was war deine beste Strategie? Hast du mir einen Tipp?

Liebe Gruess

Sarah

3. Mai 2012
10:39
Mitglied
Forum Posts: 7
Member Since:
16. April 2012
Offline

So, und schlussendlich lass ich noch eine Tat folgen:

Mein Freund ist das Wochenende weg. Normalerweise hätte ich sämtliche Kollegen und Freunde aufgeboten und mein Wochenende so vollgestopft mit Treffen und Aktivitäten, dass ich gar keine Zeit gehabt hätte, mich meiner Angst vor dem Alleine sein zu stellen.

Diesmal ist es anders. Ich habe mir überlegt, was möchte ich wirklich. Ich habe mir  gesagt, ich frage nur die Kollegen, welche ich sehen möchte und versuche, dass Wochendende auf mich zukommen zu lassen. Das Resultat: Ich habe keine Pläne bis auf Samstag Abend, da gehe ich mit einer Kollegin, welche ich schon lange wieder einmal sehen wollte, etwas trinken.

Ich habe Ideen, was ich wann machen werde, aber keine fixen Pläne... Mal schauen...

Mittlerweile habe ich bereit eine gewisse Vorfreude entwickeln können, einfach ein Wochenende das zu tun, was ICH möchte.

3. Mai 2012
14:27
Mitglied
Forum Posts: 78
Member Since:
11. September 2011
Offline

Das ist gut. Nutz das Wochenende für dich. Wenn dir für Sonntag nichts einfällt, dann schau doch mal einen Film, les ein Buch, mach einen Wellnesstag mit einem schönen Schaumbad, geh Shoppen (naja, sonntags schlecht^^), etc. etc. Am besten machst du etwas, was DU gerne tust, aber lange nicht mehr getan hast, weil dein Freund es nicht mag.

Koch etwas, was du gerne hast, aber deinem Freund zu liebe lange nicht mehr gekocht hast. Guck einen schnulzigen Film, wo dein Freund vielleicht lieber einen Actionfilm gucken würde. Tu etwas für dich und deine Interessen.

 

Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung wie ich das mache. Ich wohne mit meinem Freund nicht zusammen, da ich noch 19 bin und er 18. Obwohl wir nur 15 Minuten Fußweg voneinander entfernt wohnen treffen wir uns kaum. Seit ich dank Abi nicht mehr zur Schule muss ist es noch weniger mit dem sehen, da wir uns ja auch nicht mehr für die Schule treffen. Mir ist irgendwann einfach aufgefallen, dass ich immer alles mache. Ich frage, ob wir uns mal wieder treffen. In anderen Situationen ist es auch so. Dann hab ich mir einfach nur gesagt, das machst du nicht mehr, basta, er soll auch einmal zu dir kommen. Seitdem ich ihm nicht mehr "hinterherrenne" wird es besser. Es ist eigentlich wie eine Droge und der Entzug. Am Anfang ist es schwer und scheint immer schwerer zu werden aber am Ende geht es dir gut.

 

MfG

Kiko

Lebe DEIN Leben, denn du bist die Hauptfigur deines Films und nicht nur die Nebenrolle in dem Film eines anderen.
3. Mai 2012
16:20
Mitglied
Forum Posts: 7
Member Since:
16. April 2012
Offline

Ich habe da schon diverse Ideen. 😉

Ja, ich kenne das Gefühl. Man, eh nein, Frau ist dann immer im Dilemma, meldet frau sich, dann fühlt frau sich abhängig, meldet frau sich nicht, geht es frau beschissen, weil sie ihn vermisst und sich darüber aufregt, dass er nicht fragt.

Ich wohne auch nicht mit meinem Freund zusammen und er wohnt ebenfalls 15 Gehminuten von mir entfernt. Wir beide sind in dieser Frage einer Meinung, dass wir damit noch warten wollen. Er wohnt erst seit Februar alleine (vorher hat er in einer Wohngemeinschaft gelebt) und will noch ein Bisschen alleine wohnen und ich weiss einfach, dass ich mich mit meinen Ängsten nur bestrafen würde, wenn ich bei ihm einziehen würde. Nein, ich möchte mich da zuerst noch ein Bisschen entwickeln.

Freut mich, dass es besser wird.

Ich fühle mich eigentlich nicht vernachlässigt, aber ich beneide ihn, dass er so genau weiss, was er will. Meine bisherigen Freunde konnte ich immer kontrollieren, somit konnte ich die Verlustängste gar nicht haben, weil ich sie sowieso im Griff hatte. Nun ist es eben anders. Er macht, was er will, auch mal was ohne mich (ist ja so auch in Ordnung) und lässt sich weniger kontrollieren, was dazu führt, dass ich verunsichert bin und die Verlustängste, je länger wir zusammen sind, treten immer deutlicher zum Vorschein.

Ich denke, der Frieden mit sich zu finden, sich  zu akzeptieren, sich zu genügen und gerne mit sich selber Zeit zu verbringen, ist die Lösung vieler Probleme.

Ich bin gespannt auf mein Fazit nach dem Wochenende und hoffe, dass der positive Trend bei dir anhält.

Liebe Gruess Sarah

7. Mai 2012
08:50
Mitglied
Forum Posts: 7
Member Since:
16. April 2012
Offline

Mein Wochenende?

Es war anders als geplant. Ich war nämlich krank und war froh, dass ich nichts geplant hatte, was ich absagen musste.

Etwas gelernt habe ich trotzdem: Auch wenn ich ein Wochenende lang zuhause bleibe, nichts mache ausser lesen, schlafen, fernsehschaue, kochen und essen, fühle ich mich trotzdem nicht einsam.

Nein, komischerweise, ist die Einsamkeit erst heute Morgen gekommen und damit die Erkenntnis, dass ich noch einiges ändern muss in meinem Leben. Es kann nicht sein, dass ich meinen Freund und meine beste Freundin anfauche, nur weil ich das ganze Wochenende alleine war.

Meine Erkenntnis des Wochenendes? Ich drücke mich vor der Veränderung. Ich habe mich soweit verändert, wie es geht, ohne gross Energie hinein zu stecken und drücke mich nun vor der Knochenarbeit.

Ich starte morgen mit dem 7 Tage Videoprogramm und werde mich wirklich darauf einlassen.

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