verlustängste

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verlustängste
15. September 2011
15:27
Guest

ich habe dieses thema angeschnitten, weil ich finde das verlustängste auch was mit mangelndem selbstbewusstsein zu tun hat.   wer hat solche erfahrungen gemacht. wer hat es geschafft seine verlustängste in den griff bekommen und wenn ja wie habt ihr das geschafft? es ist doch eine tatsache, dass wenn ich mehr vertrauen in mich selbst hätte, dann müsste ich keine angst haben jemanden zu verlieren der mir sehr ans herz gewachsen ist. hätte ich mehr vertrauen in mich selbst dann wüsste ich doch auch, dass wenn ich von jemand verlassen werde das ich es auch allein im leben schaffen könnte. 

wäre schön wenn ein paar leute denen es ähnlich ergeht oder ergangen ist, seine meinung dazu sagen oder ein paar ratschläge geben könnte.

15. September 2011
15:34
Mitglied
Forum Posts: 106
Member Since:
11. September 2011
Offline

das ist schlimm,das hatte ich auch und habe nachts immer deswegen weinen muessen

ich weiss nicht bei mir war es ploetzlich von ein auf den andern Tag weg,weil ich angefangen habe fuer die Zeit mit der Person dakbar zu sein und irgendwann warns dann eher Freudentraenen

15. September 2011
15:41
Guest

weisst du, weinen muss ich eigentlich weniger. bei mir ist es eher so, dass wenn ich mal wieder so nen tag hab wo es ganz schlimm ist, dann bekomm ich regelrechte panik. panik davor dass ich was falsch mache, sage oder tu und die konsequenz meines angeblich mir gedachten falschen verhalten ist dann das ich dafür vielleicht verlassen werde.

16. September 2011
08:34
Mitglied
Forum Posts: 31
Member Since:
11. September 2011
Offline

Ich habe auch starke Verlustängste,aber bisher habe ich daran kaum was machen können. Wir daran liegen,dass ich auch immer wieder Menschen,die mir sehr wichtig sind,verliere. Das geht schon mein ganzes Leben so 🙁

Ich habe viel in den Griff bekommen,aber diese Ängste werden kaum weniger.

So wie du innerlich bist, strahlst du nach außen.
16. September 2011
09:39
Neues Mitglied
Forum Posts: 2
Member Since:
11. September 2011
Offline

Hallo blacklady,

 

klar haben Deine Verlustängste auch mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun und wenn Du daran arbeitest, wird sich das auch darauf auswirken. Was Du jetzt gleich probieren kannst, wenn Du möchtest:

Stell Dir vor, oder schreib auf, was das Schlimmste wäre, das passieren kann, wenn Dich diese Person verlässt und wie Dein Leben dann wäre. Nun versuche, diese Situation als gegeben zu akzeptieren. Versuche Dich mit der Situation anzufreunden, sie hinzunehmen und Du wirst feststellen, dass auch dann das Leben weitergeht, wenn auch anders als bisher. Wenn Du das geschafft hast, kehre wieder zurück in die Gegenwart, sei dankbar für Deine JETZIGE Situation, dankbar dafür, dass dieser Mensch bei Dir ist, aber behalte immer im Hinterkopf, dass Du das Schrecklichste auch akzeptieren kannst und loslassen kannst. Wir können mehr schaffen als wir uns selbst zutrauen!

 

LG

 

Bibi

"Jeder Mensch gilt in dieser Welt nur so viel, als wozu er sich selbst macht." (Adolph Freiherr von Knigge)
16. September 2011
16:57
Guest

vielen dank für deinen beitrag bib, hat mich echt berührt. wenn ich versuche mir die situation vorzustellen werd ich wahrscheinlich in tränen ausbrechen. aber ich werde es tatsächlich mal versuchen.

im prinzip hast du ja eigentlich recht ich habe in letzter zeit sehr viel mitgemacht und war oft kurz davor vor mir selber wegzurennen aber im endeffekt bin ich stolz auf alles was ich geschafft habe. sicherlich würde es auch ein leben danach geben wenn ich meinen partner verlieren würde aber die angst davor ist einfach zu gross. wer gibt schon gerne menschen her die man liebt? 

deine antwort macht mich sehr nachdenklich und sie wird mich mit sicherheit die nächsten tage noch beschäftigen.

hast oder hattest du selber auch verlustängste?

19. September 2011
16:16
Mitglied
Forum Posts: 3
Member Since:
19. September 2011
Offline

Hey blacklady,

ich habe persönlcih nicht so schlimme verlustängste, aber mein freund.

es kam schon oft vor, dass er total verzweifelt war und ne riesenangst hatte, ich könnte ihn einfach so verlassen, weil er irgendetwas falsch macht.

Natürlcih habe ich auch angst dass alles irgendwann mal vorbei sein könnte, aber momentan will ich mir da auhc keine gedanken drüber machen, sondern versuchen die zeit zu genießen.

es tut mir immer ziemlich weh wenn ich ihn so leiden sehe und weiß dann nicht was ich machen soll.

ich sage ihm dann immer wieder, dass er keine angst zu haben braucht, für den moment hilft das dann auch, aber irgendwann kommt dann wieder so eine situation. er sagt auch immer er wüsste nicht warum er angst hat und er wüsste auhc eigentlich dass er keine angst zu haben braucht aber er hat dann trotzdem angst.

allerdings bin ich dann diejenige die dann weinen muss weil mir das so weh tut ihn so zu sehen.

ich hoffe, das hat dir ein bisschen geholfen, zu wissen, dass du nicht die einzige bist.

Liebe Grüße

22. September 2011
15:59
Guest

hallo marisa

ich weiss wie es deinem freund geht, da es mir akurat genauso geht. ich denke du machst genau das richtige indem du ihm immer wieder sagt das er keine angst haben braucht. ich denke auch mal das solche situationen wenn es ihm mal schlecht geht bestimmt auch nicht einfach für dich ist.

wenn du ihm sagst das er keine angst haben braucht hilft ihm das enorm zumindest ein paar tage lang und dann kommt es wieder hoch warum auch immer. menschen mit verlustängsten brauchen sehr viel sicherheit und festen halt im leben zumindest ist es bei mir so.

ich weiss das klingt nun doof, aber ich bin der meinung dass wenn du ihm schon sagst das er keine angst haben braucht, solltest du nicht auch noch in seiner gegenwart zu weinen anfangen, da sowas erst recht verunsichern kann. ich geh zumindest mal von mir aus.

ich finde dein freund kann sich glücklich schätzen so eine verständnissvolle freundin zu haben. mach weiter so.

woher solche ängste kommen weiss ich auch nicht aber ich vermute das bei der betreffenden person es bestimmt in der kindheit liegt. entweder man ist immer wieder "verlassen" worden ( sprich zuwenig liebe bei kummer oder ärger seitens der eltern) oder man wurde evtl für seine fehler die man mal begangen hat mit missachtung gestraft oder ein geliebter mensch ist verstorben usw usw. ich denke das dies ein sehr breitgefächertes thema ist. was meinst du?

22. September 2011
17:36
Mitglied
Forum Posts: 31
Member Since:
11. September 2011
Offline

Ich denke auch,dass Verlustängste stark mit Erlebnissen aus Kinder- und Jugendtagen zusammenhängen. Bei mir ist das so.

Mein Leben lang haben mich Menschen (auch beste Freunde) immer wieder im Stich gelassen,zurückgelassen,manchmal ohne Erklärung - oder noch schlimmer,haben sie sich gegen mich gewendet und aus Freundschaft wurde Mobbing 🙁

Wenn man unter Verlustängsten leidet,muss man lernen,achtsam zu werden und,wenn nötig,innerlich davon einen Scxhritt zurückzutreten,um sich die Angst sozusagen "anzusehen". Der Körper macht aufmerksam,lernte aus Erfahrung und will uns damit zeigen,dass wir wachsam sein sollen.

Schwierig wird es,wenn die Ängste Überhand nehmen und den Partner und Freunde vertreiben (weil man sehr starke Angst hat und andere damit nicht umgehen können und daran verzweifeln) - Stichwort selbst erfüllende Prophezeiung.

Manchmal,das ist eine sehr schwierige Übung,aber dafür auch eine überaus hilfreiche,muss man auch einfach annehmen,was ist. Sich sagen "Ok,ich bin jetzt ängstlich. Ich habe Angst,Menschen zu verlieren,die ich liebe." Und das ohne das ganze bewerten,also nicht dazu zu sagen,ob man das gut oder schlecht findet.

Gerade was Angst und den Umgang damit angeht,habe ich viel Erfahrung und könnte den ganzen Tag darüber reden 😉

 

LG

Bekky

So wie du innerlich bist, strahlst du nach außen.
22. September 2011
18:20
Mitglied
Forum Posts: 3
Member Since:
19. September 2011
Offline
10

Also ich denke, da kann sich eh ewig drüber unterhalten.

was das weinen angeht, ich wills ja auch eigentlich net, aber ich kanns dann net aufhalten, und wenns um meine gefühle geht, dann fang ich nunmal an zu weinen. das ist nicht zu ändern.

mein freund weiß auch dass ich sehr sensibel bin und schnell anfange zu weinen und er ist dann auch sehr hartneckig und will dann auch wissen, was der grund dafür ist. und dann wird das so ne art wechselspiel. anstatt ihn zu trösten muss er dann mich trösten und dann trösten wir uns gegenseitig.

er hat auch schon ein bisschen was erzählt was seine angst angeht. bis vor einem halben jahr hat er nie wirklich zu einer gruppe dazu gehört (man muss auch dazu sagen wir sind in der klasse 13) er war immer eine art außenseiter, weil er eben ein bisschen anders ist.

und zum anderen lebt sein vater seit ungefähr 8 jahren nicht mehr bei ihm zuhause, hat auch ne freundin. und mit seiner einen schwester hat er gar keinen kontakt, weil sie keinen will und die andere ist auch mit der mutter zerstritten. ist alles nich so einfach für ihn, denk ich.

ich versuche ihm auch immer zu helfen, er sagt dann immer er schafft das, aber ich mach mir da eben meine gedanken. momentan ist er wieder in einer sehr schwierigen phase und es tut mir in der seele weh, ihn so zu sehen, aber ich fühl mich irgendwie machtlos.

ich bin auch einer der art menschen, die es immer allen recht machen wollen und zuerst an die andern denken bevor sie an sich selbst denken, das war schon immer so und das ist ein großes problem, weil dadurch leide ich dann mit den andern mit und mach mich dann selbst kaputt, wie mein freund so schön sagt.

liebe grüße

22. September 2011
19:01
Guest
11

also zum einen muss ich gleich sagen, dass ich von mir selber behaupte das ich immer öfter relativ gut mit meiner verlustangst klar komme. ich war noch nie diejenige die meinem partner hinterherschnüffelt, telefoniert oder ihm ständig am rock hängt nur aus angst ich könnte ihn verlieren, dabei wär es mir manchmal schon danach:( meistens mach ich es dann mit mir selber aus und das sind dann solche tage wo ich echt da hänge und mir tierische gedanken mache, warum er sich zum beispiel noch nicht gemeldet hat, ich krieg dann schlechte laune und könnt nur no heulen.

 

liebe bekky vielleicht hast du mir ja noch ein paar nützliche tips zum umgang damit, ich will das alles selber nicht mehr, da ich manchmal angst habe daran kaputt zu gehen oder durchzudrehen. sicher gibts auch tage wo es mir gar nichts ausmacht, aber die sind leider sehr selten. da ich mit meinen kindern allein wohne ist es manchmal erst recht schwer, da ich meinen partner oft abends vielleicht nur ne stunde seh. .

heut ist leider auch so ein tag wo ich echt das gefühl bekomme die angst nimmt überhand.

liebe grüsse

23. September 2011
14:21
Mitglied
Forum Posts: 31
Member Since:
11. September 2011
Offline
12

@blacklady: Ich gebe mein Bestes ^^

Der erste Schritt ist,sich selber zu betrachten und zu Folgendes hinterfragen: Warum handel ich so,wie ich handel? Wwarum denke ich so,wie ich denke? Wieso fühle ich so,wie ich fühle? usw... Also dass man lernt,einen Schritt zurückzutreten und nicht in den Gefühlen zu leben.

Es ist zu begreifen,dass man Gefühle hat und dass man kein Gefühl ist. Gefühle kommen und gehen,ziehen vorbei wie Wolken. Für den Moment machen sie sich immer sehr wichtig,doch manchmal werden sie krankhaft und erfüllen ihren Zweck nicht mehr,so wie bei der Angst.

Angst bedeutet,dass ich selber,mein Leben bedroht ist und der Körper dir signalisiert: "Du musst weg! Weg von der Gefahr!" Doch bei den meisten Ängsten heutzutage liegt keine akute Bedrohung von Leben vor und die Angst ist unangebracht.

Bei Angst musst du dich also immer fragen,ob sie gerade ihren Zweck erfüllt und ob überhaupt eine lebensbedrohende Situation vorhanden ist.

Das heißt nicht,dass du die Angst ignorieren sollst,denn das wird eh nicht funktionieren. Akzeptieren ist das Stichwort,denn Angst wirst du immer haben.

Wenn du Angst hast,ist es für einen gesünderen Umgang damit von Vorteil,zu lernen,sie zu betrachten,nicht sie zu leben. Verstehst du,was ich meine?

Wie ein Boot. Das Boot heißt jetzt Angst,meinetwegen. Stell dir vor,du sitzt im Boot. Du weißt daher nicht,wie es von außen aussieht,aber du bist drin,wagst nicht aufzustehen,denn da ist ja noch der Wellengang. Unberechenbar,was? Du fühlst dich gefesselt an das Boot,denn es schaukelt hin und her. Aber du kannst aus dem Boot gehen,an den Steg und es betrachten. Du kannst den Wellengang betrachten,die Farbe des Bootes,wie es heißt,usw...

Vielleicht kann dir das Bild ja helfen,der Angst nächstes Mal nicht zu verfallen?

Da gibt es bestimmt noch mehr,aber das ist so das wichtigste,was mir im Moment einfällt ^^ Klingt alles total logisch und einfach,aber ich habe über ein Jahr gebraucht,um das Ganze halbwegs umzusetzen. Es geht einfach darum,dran zu bleiben und nicht aufzugeben und immer wieder zu üben,bis die Angst nicht mehr über dich herrscht,sondern bis du die Angst als solche wahrnehmen kannst,ihr zunickst und sagst "Ok,ich habe jetzt Angst."

Oh,ja oft hilft es auch,das Gefühl zu benennen und laut auszusprechen. Keine Ahnung,warum,aber es kann helfen,probier es einfach mal aus 🙂

Wenn mir noch was einfällt,schreibe ich wieder,bis dahin wünsche ich dir viel Erfolg 🙂

 

LG

Bekky

So wie du innerlich bist, strahlst du nach außen.
30. September 2011
08:00
Guest
13

hallo bekky

es sind ja mittlerweile einige tage seit deinen letzten beitrag vergangen. ich muss sagen das mir dein beitrag sehr geholfen hat. als es die tage mal wieder überhand nahm meine angst habe ich dies hier nochmal gelesen und es wurde gleich etwas besser. es stimmt mit sicherheit das diese verlustangst nicht von heut auf morgen weg ist, ichdenke sie bleibt ein leben lang ich muss nur lernen damit klar zu kommen. weisst du ich war sehr lange verheiratet und da is einiges kaputt in mir drin gegangen. ich hinterfrage alles, da ich kaum noch vertrauen in meine mitmenschen hatte, kein vertrauen in mich selbst, angst vor neuem, angst davor wieder hintergangen, belogen oder verarscht zu werden. mittlerweile habe ich einiges an vertrauen zurückerhalten aber die angst davor das es mir wieder so ergeht ist gross. mein freund is mein absoluter traummann, der mich nicht anlügt, hintergeht, betrügt oder missachtet und ich habe angst davor ihn zu verlieren so das ich dann wieder ein menschliches wrack werde. in jungen jahren habe ich meinen heissgeliebten opa verloren was mir heute nach über 25 jahren noch nachgeht. da sich diese verlustangst über viele viele jahre aufgebaut hat wird sie auch bestimmt einige dauern bis ich sie in den griff bekomme. es gibt tage da steck ich es leichter weg und es gibt tage wo ich das gefühl habe durchzudrehen.

aber ich bin der festen überzeugung das jeder einen inneren arzt hat der einen von allem befreien kann wenn man nur versteht ihn einzusetzen. kostet zwar viel kraft, mut und ausdauer aber is günstiger wie jeder psychologe:)

grüssle

30. September 2011
12:39
Mitglied
Forum Posts: 31
Member Since:
11. September 2011
Offline
14

Ich denke auch,dass man es schaffen kann,damit umzugehen 🙂

Ich kenne das,ich wurde auch mein Leben lang immer wieder verlassen und verraten. Von meinem Partner zwar nie hintergangen,aber da gab es auch kaum Gelegenheit,weil ich fast nie jemanden an meiner Seite hatte (was ich heute nicht sehr bedaure,weil ich dafür heute den besten Mann habe,den ich mir für mich vorstellen kann 🙂 ).
Ob Familie oder Freunde,ich kenn es fast nicht anders,dass man mich irgenwann verlässt.

Aber ich denke,dass man jedem Menschen eine Chance geben darf,zu beweisen,dass er nicht so ist wie alle anderen,die einen verlassen haben.
Es ist schwierig,aber nicht unmöglich,mit dieser Angst zu leben und klarzukommen und gleichzeitig das Leben zu genießen 🙂

 

LG

Bekky

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2. März 2012
18:49
Admin
Forum Posts: 47
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18. Februar 2010
Offline
15

Ich hab dazu übrigens einen Blogbeitrag geschrieben:

 

Verlustängste - Woher sie kommen und wie du sie los wirst

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