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Wer bin ich
26. Januar 2014
14:17
Neues Mitglied
Forum Posts: 1
Member Since:
26. Januar 2014
Offline

Hallo,

ich bin neu hier und heiße Werner, ich möchte gerne einigen Rat suchen, da ich, wie ich glaube, in einer Zwickmühle hänge und keinen Ausweg finde. Ich komme mir vor als wie das ich mich im Kreis drehe und stets an diesselbe Stelle des Leidens zurückkehre.

Doch um zu verstehen, worum es mir geht müsst ihr erst einmal etwas mehr erfahren:

 

Ich bin 40 Jahre und die letzten 20 Jahre läuft eigentlich alles schief oder besser gesagt, es lief eher geradeso als gut. Ich war stets der Kämpfer, habe eine erste Scheidung hinter mir, und die Kinder aus erster Ehe zu mir bekommen. Ab dem 21. Lebensjahr bin ich Vater eines Sohnes und seit dem 22. Lebensjahr Vater von einer zusätzlichen Tochter. Diese Kinder sind wie gesagt aus erster Ehe und diese Ehe hielt nur 4 Jahre. Von Beginn an waren Probleme an der Tagesordnung, sodass ich mich nach langem hin und her der Gefühle schließlich dazu entschloss von meiner Exfrau loszulassen.

Der Scheidungskrieg, wie ich ihn bezeichne, hiehlt 6 Jahre an und die Kinder wurden seitend meiner Exfrau in der Scheidung benutzt. Es kam zu Intriegen, Verleumdungen und stetige Machtspielen, ausgehend von meiner Exfrau, weil die Kinder meiner Exfrau vom Jugendamt entzogen und mir zugesprochen wurden. Die Gründe das das Jugendamt so handelte mussten leider geschehen und es ist sicherlich grausam einer Mutter die Kinder zu entziehen, doch leider war es in dieser Sache der 100%ige richtige Weg!

Für mich galt von diesem Zeitpunkt an die Verpflichtung an meinen Kindern aufrecht zu erhalten und somit war bei der Frage was mit den Kindern geschehen soll für mich klar, dass beide zu mir kommen. Ich war der Überzeugung, alles auf die Reihe zu bekommen.

Im Juni 1998 lernte ich dann meine heutige 2. Ehefrau kennen. Zu beginn unseres Kennenlernens waren die Kinder noch nicht bei mir, doch binnen unseres ersten Monats, kamen die Kinder dann zu mir.

Meine Frau, selbst eine verkorkste Kindheit und mit ihrem Vater enorme Probleme, ist eine Herzensgute Frau mit starkem Selbstbewusstsein. Perfektionistisch veranlagt.  Wenig Einsicht und wenig Vertrauen anderen Menschen gegenüber - bedingt durch die Fehlerziehung Ihrer Eltern wie Sie es selbst sagt.

Von diesem Moment versuchten wir bis heute ein normales Leben zu führen.

Doch leider ist das unter den gegebenen Umständen bis heute nur bedingt möglich. Ich bezeichne mich eher als lockeren und lustigen typen und meine Frau ist eher der zurückhaltendere Mensch von uns beiden. Aber Sie ist auch der strengere von uns beiden bzgl Erziehung. Genau dieser Punkt sorgte in den letzten 15 Jahren meist zu Stress. Stress der uns alle belastet! Aber der größte Stress war wohl ausgehend von meiner ersten Ehe.

2001 haben wir geheiratet, wobei ich aus heutiger sicht diesen Schritt für Überstürzt halte - nicht weil ich Sie nicht genug Liebe und verehre! - Sondern weil die probleme um uns drum herum viel zu groß waren!

Durch die stetigen Manöver meiner Exfrau, die bis 2004 anhiehlten, hatten meine neue Frau und ich nie richtig Zeit für uns. Ein Wunder, dass Sie das überhaupt mitgemacht und mich nicht zum Teufel gejagt hat, was völlig verständlich gewesen wäre!

Man versuchte zu überleben und kämpfte, kämpfte und kämpfte....bis heute!

2005 wurde ich durch den Stress der uns alle und mich natürlich am meisten belastete arbeitslos. Die Gründe waren offiziell eine Schließung der Abteilung - inoffiziell wurde es mir aber so von einem Vertrauten mitgeteilt, dass die letzten Jahre Schuld daran sind und ich ja überhaupt nicht mehr in der Lage war meinen Job vernünftig auszuführen.Recht hat er gehabt, das gebe ich jedoch erst seit Mitte 2007 zu.

Gerade als sich alles zu beruhigen schien, kam dann die Arbeitslosigkeit zum Mitte des Jahres 2005.

Wieder gab ich nicht auf und hiehlt uns und mich durch weniger gut bezahlte Jobangebote über Wasser. Das Wasser stand uns wirklich bis zum Hals, trotzdem wollte ich nicht absaufen und dachte stets an die Familie und den Wunsch den Kindern ein guter Vater sein zu wollen.

Der Wunsch blieb bis heute, doch ich konnte meinem Wunsch die ersten Jahre überhaupt nicht standhalten. Ich rastete bei wenigen Stressfaktoren aus und brüllte meine Kinder und auch meine neue Frau ohne Grund an.

Ich war, wie ich es heute bezeichne regelrecht mit allem Überfordert. Doch zugegeben habe ich dies nicht - noch nicht mal als ich damals darauf angesprochen wurde. Ich blieb Stark und wollte keine Angst zeigen.

Zu Beginn des Jahres 2006 bekam ich ein gut bezahltes Job Angebot, bei dem ich unterschrieb. Der Nachteil, aber aus heutiger Sicht richtige Schritt für mich als Mensch war, dass ich auf Auslandsmontage musste. Was ich mit richtigen Schritt meine , ist, dass ich so wieder einigermaßen zu mir fand. So war ich im Jahr 2006 gerade mal 3 Wochen zuhause - und diese nicht mal am Stück. Zwar hatten wir ein gutes Leben aus finazieller Sicht, doch mir fehlte die Familie, denn ich bin ja eingentlich ein Mensch, der Menschen um sich rum haben möchte und so dann glücklich ist. Auch meien Freunde fehlten mir.

In dieser Zeit wo ich Nachts und Tagsüber ein Fremder in einem fremden Land war, fing ich an Nachzudenken.Über alles!

Zwar gab es tagsüber Kollegen mit denen man gut bis weniger gut klarkam, doch diese können keine Menschen ersetzen, die man wirklich liebt und mag.  Mir wurde bewusst, dass ich gewissermaßen Scheiße gebaut habe und ich habe mir selbstvorwürfe gemacht, warum ich nicht auf meine Kumpels und meine Familie gehört habe, die mich vor meiner ersten Ehe gewarnt hatten. Schließlich fangen da meine Probleme an, die sich nunmehr seit 20 Jahren durchziehen wie ein roter Faden.

Ich wollte raus aus den Problemen und sah auch mit meiner jetzigen Frau keinerlei Zukunft mehr, da wir uns mehr auseinandergelebt hatten, als miteinander. Die Probleme waren sicher Schuld. Auch gab ich mir die Schuld.

Mich nervte, dass Alles von meiner Frau in Frage gestellt wird, alles wird Kontrolliert. Die Kinder hat Sie meiner Meinung nach zu hart erzogen, doch da ließ Sie sich nie reinreden. Von niemandem - und es gab einige die mit Ihrem Stil nicht einverstanden waren und es ihr versuchte zu sagen. Alle die Ihr was dazu sagten, motzte Sie an und verurteilte Sie, dass man Ihr nur böses unterstellen wolle. Darum ging es nie - meine Frau hatte es nie verstanden, wie ich glaube.

Das ganze staute sich während meines Auslandsaufenthaltes auf und ich hatte die Faxen allemal dicke von Ihrer Art. Ich konnte nicht mehr und wollte raus den Problemen. Zu lange steckten wir nur in Problemen.

Meine Frau war wie ich glaube mit allem Überfordert. Ich machte den nächsten großen Fehler:

 

Ich ging meiner Frau fremd und dachte ersthaft so den Problemen entfliehen zu können.

Doch wieder war es eine Fehlentscheidung. Zwar fühlte ich mich gut währenddessen, doch es war zugegegebermaßen eine Selbstverblendung. Ich bereute es, bat meine Frau um Vergebung und blieb bis heute bei Ihr, weil ich Sie eigentlich sehr liebe, da Sie neben Ihrer markanten Art auch eine sehr liebevolle Art besitzt! Doch diese kommt viel zu selten von Ihr. Ich möchte aber aus den Problemen raus!

Meine Frau hat all die Jahre mitgekämpft und mit mir zusammen versucht alles zu bewältigen. Auch an Ihr hinterließ dies Spuren - dies wurde mir während meines Auslandaufenthaltes bewusst.

Bis heute hält dieser Standpunkt an und wir finden keinen Ausweg aus den Problemen. Heute ist es so, dass ich eigentlich Ruhe und Freiden möchte und meine Frau sich über Kleigkeiten nur am aufregen ist. Sie wirkt durchweg unzufrieden.

Hinzukommt, dass meine Frau seit 10 Jahren MS hat und auch dies sehr belastend für alle ist. Sie hat meiner meinung nach mittlerweile Depressionen und lehnt aber jegliche Hilfen ab. Sie sagt nur, dass Sie Ruhe braucht, regt sich aber stets über Unnichtigkeiten auf und strebt stetige Diskussionen an. Die Kinder, ich , alle können nur hilflos zusehen, wie Sie sich stur gegen alles hinwegsetzt und jeglichen rat nicht annehmen will.

Wir bewegen uns in einem Teufelskreis.

Ich hiehlt trotzdem zu ihr.

Ich bin noch immer mit meiner 2. Frau zusammen und liebe Sie ja auch noch! Doch ich möchte raus aus den Problemen.

Von Neuanfang haben wir beide nach meinem Fremdgehen gesprochen. Meine Frau schaffte es bis heute nicht mehr mir zu vertrauen. Ich verstehe dass Sie sehr enttäuscht von mir war, aber ich weiß nicht ob Sie mir jemals wieder vertrauen kann. Jedenfalls versuchte ich vieles um Sie fröhlich zu stimmen. Buchte Wochenendauflüge nur für uns beide etc. - es hiehlt nur kurz an, dass Sie dann auch mal fröhlich war.Waren die Probleme zu groß, dass es hier nur ein Ausweg gab? Scheidung? Schon wieder?! ich redete mehrfach davon, da ich mir nicht mehr zu helfen wusste, wollte es jedoch nie wirklich. Ich wollte wenn überhaupt meine Frau damit schocken und ihr mal die Augen öffnen. Wie sonst könnte mir das gelingen. Sie spricht davon Zeit zu brauchen.

Ich bin da etwas ungeduldig und würde mich lieber mit ihr vertragen und fröhlich sein. Dieses "ich brauche Zeit" habe ich 2 1/2 jahre während meines Montagejobs hingenommen. Es muss doch endlich mal Sonne scheinen, oder nicht?!

 

Wie gesagt, bis Mitte 2008 hiehlt mein Job, von dem ich mich dann selber trennte. Ich wollte zurück zur Familie, wollte wieder meine Freunde, die ich bis dato genauso vor den Kopf gestoßen hatte wieder um mich haben.

Doch mir wurde wie schon angemerkt einges klar in den 2 1/2 Jahren. Denn schließlich hat man viel Zeit zum Nachdenken. Vielleicht zuviel Zeit.

Ein Mensch der sowas nie durchlebt hat, wird sich nur schwer in meine Gefühle hineinversetzen können, denn es war eine harte Zeit für mich.

Ich machte es des Geldes wegen. Zuviele Schulden habe ich aus erster Ehe mitgenommen und durch den Bau unseres Hauses 2001 kamen einige Schulden hinzu. Dieses Projekt, ich verfluche es bis heute, war wirklich der dümmste Fehler den ich machte. Aber ich machte es aus Angst vor meiner Exfrau.

Wir bauten ein Haus 35km von Freunden und Verwandten etfernt. In einen Ort wo wir niemanden kannten und wo man zudem sehr konservativ zu auswärtigen Menschen eingestellt ist. Wir lebten dort bereits 2 jahre zu miete und glaubten dort fröhlicher werden zu können, wenn wir ein haus bauen. Denn schön war es ja da und ruhig ebenfalls. Weiterhin nervte uns meine Exfrau nicht mehr.

Letztlich war es ein Weglaufen meinerseits!

Glücklich war ich so nicht!

Ich ließ meine Freunde, die mir während meiner ersten Scheidungszeitzeit sehr geholfen haben zurück und stieß somit alle vor den Kopf, indem ich mich entfernte von Ihnen. Ich war nicht mehr Teil von Ihnen und lebte nicht mehr in meiner Stadt, wo man mich kannte, liebte und mochte.

Ich selbst entfernte mich, weil meine Frau sich gegen einen Umzug in meine Stadt entschloss.

Bis heute ist das Streitthema in unserer Beziehung. Bis heute werfe ich Ihr dies vor. Bis heute ärgere ich mich über diesen Schritt der nunmehr 15 Jahre zurückliegt.

Mittlerweile wollen meine Freunde gar nichts mehr von mir wissen und ich leide darunter.

Ich versuchte durch entsprechende Mails und Gespräche mit meinen Freunden das Problem anzusprechen, doch verstanden fühlte ich mich nicht. Meine Frau interessiert sich weniger für Freunde, genießt mehr die Ruhe und sdie Einsamkeit. Zugeben würde Sie dies jedoch nicht.

Meine Frau die Anfangs völlig offen und freundlich angenommen wurde von meinen Freunde, entzog sich zuerst. Dann entzog ich mich mit, nachdem ich über Jahre wöchentlich die 35 km Wegstrecke auf mich nahm, weil mir meine Freunde wichtig waren und sind.

Doch nun stehe ich da und weiß nicht was und wer ich bin. zwar habe ich gekämpft, aber irgendwo auch alles verloren wie ich denke. Denn ein Zusammenleben ist mit meiner Frau eigentlich nicht mehr möglich, da bei Ihr keinerlei Einsicht existiert. Verlieren möchte ich Sie aber auch nicht.

Was soll, was kann ich tun? So möchte ich nicht meienen weiteren Lebensweg führen, soviel steht für mich fest. Entloses Diskussionen mit meiner Frau bin ich satt. Wäre es richtig sich trotz der MS von Ihr zu trennen?

27. Januar 2014
22:34
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11. August 2013
Offline

Ich wollte nie das 40. Lebensjahr erreichen ohne mich zu mir selbst bekennen und mit meinem Theaterspielen aufhören. Der Schmerz von meinem "falschen" Leben war einfach zu groß und somit war es mir schon ziemlich egal die von mir geliebten Menschen zu verlieren. Ich konnte einfach nicht mehr.
Also habe ich alles auf eine Karte gesetzt, ich habe einfach zu mir gestanden um mich an meinem eigenen Haaren aus den Sumpf zu ziehen. Ich sah keine andere Mäglichkeit mehr.
Es hat funktioniert! Ich war mir auf einmal ein ganzes Stück näher und "Verluste" gabs nicht, denn ich habe gelernt, wenn was altes geht kommt was neues....

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